Zehntes christliches Gebetsfrühstück im CJD Frechen

05.04.2017 CJD BBW Frechen « zur Übersicht

„Schon Pastor Arnold Dannenmann, der das CJD 1947 gegründet hat, betonte, dass Kinder in Kindergärten nicht nur aufbewahrt werden dürfen sondern gefördert werden müssen“, erklärte Dr. Horst Röhr langjähriger leitender  Mitarbeitender im  CJD beim zehnten christlichen Gebetsfrühstück im CJD Frechen. Das CJD sei seit seiner Gründung vor 70 Jahren immer staatstragend gewesen und habe Verantwortung für die Gesellschaft übernommen.   

Das christliche Gebetsfrühstück im CJD Berufsbildungswerk Frechen, das seit 2008 einmal im Jahr stattfindet und 2017 zum zehnten Mal stattfand, ist eine Veranstaltung für geladene Freunde, Nachbarn, Politiker, Unternehmer, Mitarbeiter der Verwaltungen, Menschen der Kirche  und Partner der Gesellschaft. Zu den liturgischen Elementen gehören neben Besinnung, Gesang und Fürbitten auch viel Zeit für Gespräche, Frühstücken sowie der Vortrag eines Ehrengastes.

Der diesjährige Ehrengast Dr. Horst Röhr, der auch noch als Rentner, eine Beratungsstelle für Begabungsförderung und Hochbegabung im CJD Dortmund leitet, sprach zum Thema 70 Jahre CJD, 40 Jahre CJD Frechen und 10 Jahre Gebetsfrühstück im CJD Frechen.

Eine Besinnung mit Blick auf die nahende Osterzeit und die Ökumene hielt Pfarrer Christof Dürig, katholische Kirche Frechen.

Markus Besserer, Gesamtleiter CJD NRW Süd/Rheinland, wies in seinem Bericht über Aktuelles aus dem CJD Frechen auf die Eröffnung eines Kindergartens im  September und auf die Fachtagung zu Rehabilitation, Wissenschaft und Praxis am 29. Juni im Frechener Berufsbildungswerk hin, die anlässlich des 40- jährigen Bestehens des CJD in Frechen mit Impulsreferat und workshops stattfindet.

Das Frühstück wurde ausgerichtet und serviert von den Auszubildenden und ihren Ausbildern aus Hauswirtschaft und Küche. Die Teilnehmenden an der berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) sprachen die Fürbitten und auf dem Keyboard begleitet von CJD Pädagoge und Musiker Lutz Meißner sangen sie mit der Frühstücksgemeinde christliche Lieder.

Diese Form der „Frühstücksgemeinschaft“ findet in 80- jähriger Tradition in den USA im Weißen Haus auf Einladung des Präsidenten statt. Diese Tradition hat mittlerweile auch an vielen Orten in Deutschland Einzug gehalten, Partei – und konfessionsübergreifend zum Beispiel auch im Deutschen Bundestag. Die Gebetsfrühstücke dienen der Vernetzung, der Kontaktherstellung und sollen zur Förderung und Unterstützung der Arbeit des Berufsbildungswerkes beitragen. Gekommen waren über 120 Gäste, darunter, neben einigen Mitarbeitenden und Auszubildenden, Nachbarn, Freunde und Förderer aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Schule.

Im CJD Berufsbildungswerk Frechen werden derzeit 250 junge Menschen mit Lernbehinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf im Rahmen einer beruflichen und sozialen Rehabilitation in 30 anerkannten Berufen ausgebildet. Die Ausbildungen und berufsvorbereitende Maßnahmen im CJD Frechen werden im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt.  Während ihrer Rehabilitation besuchen sie das Berufskolleg im Berufsbildungswerk und werden sozial- und freizeitpädagogisch begleitet. 120  von ihnen wohnen in den Wohnhäusern im Berufsbildungswerk. Das Ziel lautet, mit der bestandenen Abschlussprüfung vor den zuständigen Industrie- und Handels- Landwirtschafts- und Handwerkskammern, den Sprung in ein eigenverantwortlich gestaltetes Leben zu schaffen. Aufgrund der intensiven und individuellen Förderung der Auszubildenden in den Werkstätten, im Berufskolleg und im Wohn- und Freizeitbereich bestanden Ende des letzten Ausbildungsjahres 93% von ihnen die Abschlussprüfung vor den Industrie und Handels ,- Handwerks, - und Landwirtschaftskammern 70% fanden im letzten Jahr eine feste Arbeitsstelle. Seit 40  Jahren  haben mehr als 3600 Auszubildende die Kammerprüfung absolviert.  

Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit der Vision "Keiner darf verloren gehen!"