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19.11.2009 - Frechen
Kooperation mit Partnern am CJD Berufskolleg in Frechen
Das Berufskolleg, die in das Berufsbildungswerk integrierte CJD Christophorusschule Frechen, hatte ihre Kooperationspartner eingeladen, um sich gemeinsam über eine effektive Zusammenarbeit zu verständigen. Gekommen waren über dreißig Mitarbeitende von: Karthäuser Breuer GmbH, Isbb Köln, Edith Stein, Exerzitienhaus Siegburg, Vesbe, Kolpingbildungswerk, Galabau Dublier Köln, Edeka Markt Brück, HWK Köln, CJD Bonn, JWK Klettenber, Trägerwerk St. Georg, Köln, lernen Bohlscheid, Cölner Hofbräu, Berufsförderungswerk, Bäckerei Kamps, und IB Köln und Frechen.
Schulleiter Gerd Kossow begrüßte die Gäste und erklärte, dass die Schule ihr Schulprogramm fortschreiben wolle und in den nächsten drei Jahren vor allem an der individuellen Förderung der Schüler und an der Unterrichtsentwicklung arbeiten wolle. Außerdem wies er auf die vom ehemaligen Schulleiter Franz Hamacher gegründete Stiftung zugunsten der Schule hin.
Anke Zellmer, Sozialpädagogin an der Schule, stellte den Sozialen Trainingsraum vor, in dem sich Schüler befinden, die die Regeln des Zusammenlebens im Unterricht übertreten haben. Unter Anleitung sollen sie lernen, sich verantwortlich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen, bevor sie in den Unterricht zurückgehen können. Ziele des sozialen Trainingsraumes sind Schutz der ruhigen Lernatmosphäre, ruhiger, respektvoller Umgang mit Störungen, Stärkung der Eigenverantwortlichkeit der Schüler sowie das Erlernen von Schlüsselqualifikationen, erklärte Anke Zellmer.
Die Idee zu Schaffung eines Sozialraumes entstand aufgrund von Störungen im Unterricht, Konflikten zwischen Lehrer und Schüler oder Schüler und Schüler oder auch aufgrund von innerer Langeweile. Vorteile eines sozialen Trainingsraums seien, dass Konflikte aufgelagert bearbeitet werden könnten, wodurch der Unterricht entlastet werde und die Schüler besser gefördert werden könnten, so Zellmer. Nach einer Störung könne der Schüler selbst entscheiden, ob er eine zweite Chance wolle, um im Unterricht bleiben zu können oder direkt in den Trainingsraum gehen wolle, um dort einen Lösungsplan zu erarbeiten.
Anke Zellmer bat die Partnerbetriebe um Mitarbeit z.B. mittels einer Trainingsraumkonferenz, in der Informationen zum Verhalten der Schüler ausgetauscht werden könnten. Das ist nicht als Abmahnung gedacht sondern als Fördermaßnahme, machte Anke Zellmer deutlich.
Bei anschließenden individuellen Gesprächen zwischen Kolleg/innen, Fachlehrer/innen und den anwesenden Sozialpädagog/innen, Stützlehrer/innen und Ausbilder/innen der einzelnen Betriebe ging es um individuelle Informationen für die Partner über Schüler, Stundenpläne, Erreichbarkeit der Lehrer/ Innen, Schulbücher und Materiallisten.
Die CJD Christophorusschule in Frechen ist ein Berufskolleg für Jugendliche, die aufgrund von Lernbehinderungen und Entwicklungsstörungen besondere Hilfen benötigen, um eine Ausbildung absolvieren zu können. Sie ist in das CJD Berufsbildungswerk Frechen integriert. Die Schule ist in den letzten Jahren sehr expandiert und hat über 40 Lehrer und über 850 Schüler, von denen 300 im Berufsbildungswerk eine Ausbildung machen. Die restlichen Schüler absolvieren ihre praktische Berufsausbildung in Firmen und anderen Einrichtungen der beruflichen Bildung. 42 Schüler nehmen in der Christophorusschule an einem einjährigen Berufsorientierungsjahr teil, in dem sie ihre Berufseignung erproben können.








