Projekt Daphne

Daphne
Freedom, Security and Justice

Deutschland den Deutschen oder Pizzas den Pizzen.

Es gibt keine Rassen wohl aber Rassismus. Warum ist er attraktiv und was können wir dagegen setzen?

Ein hell- und eindunkelhäutiger Mensch mit dem Dialog

Daphne ist nicht nur eine Figur aus der griechischen Mythologie sondern auch ein Programm der Europäischen Kommission mit dem Ziel, Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen in Europa zu bekämpfen und insbesondere eine Bewusstseinsstärkung für die Besonderheit rassistisch motivierter Gewalt herbeizuführen. An diesem Projekt beteiligen sich Organisationen aus sieben verschiedenen Ländern, zu denen auch das CJD Frechen zählt. Wir in Frechen versuchen Gewalt – und Rassismusdeeskalation zu einer gelebten Kultur zu machen, die sich in unseren Haltungen und Handlungen widerspiegelt.
Unter Beteiligung von Jugendlichen wollen wir dann im Rahmen des Daphne Programms schulische und außerschulische Materialien zur Gewalt- und Rassismusprävention – und Intervention entwickeln, die Jugendliche befähigen, in rassistisch aufgeladener Situation angemessen eingreifen zu können. Die Jugendlichen selbst sollen zu Peer Group Trainern ausgebildet werden.

In dieses Vorhaben wollen wir gerne verschiedene Interessengruppen einbinden und damit auch zu wichtigen Partnern des Daphne Programms gewinnen. Der erste Schritt, den wir machen wollen, ist die Durchführung eines zweitägigen Anti- Rassismustrainings mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im CJD Berufsbildungswerk Frechen am 12. und 13. Dezember von 12.30 bis 18.00 Uhr.
Weitere Seminare für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des gesamten CJD sowie für Schulen, Jugendämter, Polizeidienststellen und weitere Interessensgruppen folgen in 2008.
Das zweitägige Seminar soll nicht theoretisierend sondern bewegend gestaltet werden mit den unterschiedlichsten Methoden. Es beinhaltet Kurzinformationen des Trainers, Partner – und Gruppenarbeit, Elemente des Statuen- und Forumtheaters, Rollenspiele, Jonglage und Filme. Das Seminar erschließt damit folgende inhaltliche Kernbereiche:

  • Rassismus und Wahrnehmung
  • Rassismusdefinitionen
  • Sozialisierter Rassismus
  • Macht und Ohnmacht als Element der Rassismusstruktur
  • Vorurteilsbewusstheit
  • Strategien und Handeln gegen Rassismus

Das zweitägige Training richtet sich an LeherInnen, Sozial-pädagogInnen, ErzieherInnen und MultiplikatorInnen in der Jugendarbeit, die sich in der Problemstellung des Rassismus mehr Klarheit, Positionierungs – und Handlungskompetenz wünschen.

Am Ende der zwei Tage besitzen Sie das Rüstzeug selber ein Anti – Rassismustraining durchzuführen Teile des Trainings sind 1:1 in den jeweiligen Lerngruppen mit Schülern einsetzbar, andere sind problemlos für Jugendliche umzuschreiben. Geleitet wird das Seminar von Martin Kröber, Lehrer am CJD Berufskolleg in Frechen, der ein Trainerzertifikat zur Deeseskalation von Gewalt und Rassismus hat und schon mehrfach Seminare durchgeführt hat.

Rassistischer Dialog zwischen einem hell- und einem dunkelhäutigen Menschen

Zu der aktuellen Pressemitteilung gelangen Sie, indem Sie auf den folgenden Text klicken.

Jugendaustauschprogramme:

Begegnungen mit Schülern anderer europäischer Länder tragen zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden und zur Völkerverständigung bei. Die Programme mit Schulen in Polen über das Deutsch–Polnische Jugendwerk (DPJW) und der Fondation D'Auteuil in Frankreich bilden den Schwerpunkt der Begegnungen. Auf dem Programm stehen neben Kultur, Spaß und Besichtigungen Seminararbeit, Projektarbeit  und Teilnahme am jeweiligen Bildungs- oder Ausbildungsprogramm. Die internationalen Kontakte helfen mit, Vorurteile abzubauen und andere Lebenswelten, Schulsysteme und Berufsausbildungen einander näher bringen. Perspektivisch werden gemeinsame Bildungsmodule für die Mitgliedstaaten der dann erweiterten Europäischen Union entwickelt.