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Business Talk Faktor A von der Agentur für Arbeit Brühl im CJD Frechen

15.05.2019 CJD BBW Frechen « zur Übersicht

Die Agentur für Arbeit Brühl hatte ins CJD Berufsbildungswerk Frechen zum „Business Talk – Faktor A“ eingeladen und den ehemaligen Fußballfunktionär und TV-Fußballexperten Rainer Calmund für einen Impulsvortrag zu den Themen „Braunkohleabbau in der Region“ und „mit Energie in die Zukunft“ gewonnen.

Weitere Gäste waren Michael Kreuzberg, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Ralph Sterk, Chef der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und Christiane Schönefeld, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen. Moderiert wurde der Talk von Radio Erft Moderatorin Kati Ulrich.

Rainer Calmund, der aus Brühl-Heide stammt, dort in einer Bergarbeitersiedlung aufwuchs und sich selbst als .Kind der Kohle' bezeichnet, sprach einführende Worte beim Business Talk im CJD Frechen vor rund 80 Unternehmern, die die Agentur für Arbeit Brühl zu einem Diskussionsabend unter dem Motto „Mit Energie in die Zukunft starten" eingeladen hatte.

Der frühere Fußballmanager und TV-Experte blickte auf seine Kindheit in Brühl zurück und warf gleichermaßen einen Blick in die Zukunft. Wichtig sei es, in neue Technologien zu investieren, in Forschungen zur Künstlichen Intelligenz etwa oder in den Ausbau des SG-Netzes. Auf der Fahrt vom Saarland nach Frechen sei die Telefonverbindung sage und schreibe zwölfmal abgebrochen, berichtete Calmund. Das müsse besserwerden.

"Wir wollen eine Energieregion bleiben", erklärte Ralph Sterck, der Chef der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, in der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Kati Ulrich moderiert wurde. Man setzte auf  die energieintensive Industrie, gleichzeitig aber auf den Bildungs-und Innovationssektor und die Landwirtschaft als eigenes wirtschaftliches Feld.

Landrat Michael Kreuzberg blickte auf die Arbeit der sogenannten Kohlekommission zurück. Nach den ersten Treffen sei er wenig optimistisch gewesen: Doch dann hat die Kommission "einen eigenen Geist entwickelt." Es sei spürbar gewesen, dass alle ein Ergebnis erzielen wollten. Am Ende sei ein geschlossenes Maßnahmenpaket vereinbart worden.

"Schwierig wird es, wenn man anfängt das jetzt aufzuschnüren', sagte Kreuzberg. Wenn das Ergebnis zerpflückt wird, werden das die Kommissionsmitglieder nicht hinnehmen", pflichtete ihm Christiane Schönefeld bei. Die Vorsitzende der Geschäftsführung der NRW Regionaldirektion der Arbeitsagentur gehörte ebenfalls der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung an, wie das Gremium offiziell  hieß. Kreuzberg wünscht sich für die Zukunft schnellere Entscheidung und weniger Bürokratie. Die Region müsse an der ldeenfìndung und der Umsetzung der Maßnahmen beteiligt werden: "Es kann nicht alles in Berlinbeschlossen werden". Dass die Kompetenz der Region bei der Umsetzung der Maßnahmen nicht genutzt werde, halte er für Einen "Konstruktionsfehler". Als Beispiele für konkrete, erfolgversprechende Projekte nannte Kreuzberg die Gründung eines „Innovationsnetzwerks Tourismus" mit benachbarten Landkreisen und die Gründung des Campus Rhein-Erft der TH Köln in Erftstadt mit vielen neuen Studiengängen.

Ziel sei es, tragfähige Konzepte zu entwickeln, durch die neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen würden. Im Zusammenhang mit dem Strukturwandel sei die Agentur für Arbeit Brühl zu einer von drei "Revieragenturen" in Deutschland ernannt worden, wie deren Chef Rainer Imkamp berichtete. Ziel sei es unter anderem, Menschen zu qualifizieren, zu beraten und zu vermitteln, die nach einer neuen Beschäftigung suchen.

Aufgelockert wurde die Diskussion durch Einlagen des lmprovisationstheaters der ,Comedy Company' aus Göttingen.