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CJD Tagespflege erhält Spende vom "Roten Lädchen" in Frechen

09.07.2019 CJD BBW Frechen « zur Übersicht

Die Tagespflege im CJD Frechen, wo täglich 10 pflegebedürftige Angehörige betreut werden, erhielt einen Spendenscheck über 1000 Euro für die Anschaffung von "Veeh Harfen" vom Verein "Rotes Lädchen e.V." in Frechen.

Die Veeh-Harfe ist ein  Zupfinstrument, das Ende der 1980er Jahre von dem Landwirt Hermann Veeh aus der Akkordzither für seinen mit dem Down-Syndrom geborenen Sohn Andreas entwickelt wurde. Veeh konzipierte damit ein völlig neues Musikinstrument - einfachst in der Handhabung, ansprechend in der Formgebung und bezaubernd im Klang. Die Veeh-Harfe ist ein Saitenzupfinstrument, das auf den Tisch gelegt werden- und ohne Notenkenntnisse gespielt werden kann. Eigens für das Instrument wurde eine einfache und deutliche Notenschrift entwickelt - reduziert auf das Wesentliche. Notenschablonen, die zwischen Saiten und Resonanzkörper geschoben werden, ermöglichen ein Spielen „vom Blatt″ - die Noten werden begreifbar. Die Veeh-Harfe setzt neue Impulse in der Musikpädagogik, in Kindergärten und Schulen, ergänzt die Therapie in Kliniken und in Senioreneinrichtungen.

"Musizieren mit diesem einfachen Instrument geht besonders gut mit unseren dementen Gästen und bereichert ihren Alltag ", erklärte Pflegedienstleiterin Ute Repp vom CJD Frechen, die dankbar den Scheck von Undine de Veer entgegen nahm. Insgesamt konnte die erste Vorsitzende Birgitt Sevenich vom Roten Lädchen mit weiteren ehrenamtlichen Damen 8500 Euro an Spenden an mehrere Einrichtungen wie Frauenhäuser, Hospize, Sozialdienste, Seniorenheime etc. vergeben. Die Spendenempfänger hatten sich zuvor über ein Antragsformular beworben, worüber alle aktiven Mitglieder des Vereins abgestimmt hatten.  

Der Verein „Rotes Lädchen“ verkauft in der Frechener Keimesstraße 23 mit dem engagierten Team ehrenamtlicher Frauen bereits seit mehr als drei Jahrzehnten gebrauchte, qualitativ hochwertige Kleidung und diverse Gebrauchsartikel, die gespendet wurden, zugunsten sozialer Projekte. Birgit Sevenich bedankte sich bei allen Unterstützern.

Die Tagespflege, die im Wohnhaus 15 auf dem Gelände des CJD Berufsbildungswerkes Frechen am Clarenbergweg 81 eingerichtet wurde, ist ein Unterstützungsangebot für pflegende Angehörige, die ihre Angehörigen selbst pflegen und so lange, wie möglich, bei sich behalten wollen. Sie sollen dadurch entlastet werden, mehr freie Zeit zu haben und sich von der Pflege der Angehörigen erholen. Die zu pflegenden Angehörigen können tagsüber im Berufsbildungswerk verweilen, wo ihnen auch ein vielfältiges Programm angeboten wird.

Im CJD Berufsbildungswerk Frechen erhalten derzeit 250 junge Menschen mit Lernbehinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf im Rahmen einer beruflichen und sozialen Rehabilitation die Chance auf Ausbildung  mit Kammerabschluss in 30 anerkannten Berufen. Die Ausbildungen und berufsvorbereitenden Maßnahmen im CJD Frechen werden im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt. Während ihrer Rehabilitation besuchen die jungen Menschen das Berufskolleg im Berufsbildungswerk und werden sozial- und freizeitpädagogisch begleitet. 140  von ihnen wohnen in den Wohnhäusern im Berufsbildungswerk. Das Ziel lautet, mit der bestandenen Abschlussprüfung vor den zuständigen Industrie- und Handels- Landwirtschafts- und Handwerkskammern, den Sprung in ein eigenverantwortlich gestaltetes Leben zu schaffen. Aufgrund der intensiven und individuellen Förderung der Auszubildenden in den Werkstätten, im Berufskolleg und im Wohn- und Freizeitbereich bestanden Ende des letzten Ausbildungsjahres 89,3 % von ihnen die Abschlussprüfung vor den Industrie und Handels,- Handwerks, - und Landwirtschaftskammern. Über 60% fanden direkt nach dem Ausbildungsabschluss eine feste Arbeitsstelle. Seit 42 Jahren haben  über 3600 Auszubildende die Kammer Prüfung erfolgreich abgelegt.

Integriert in das CJD Frechen sind außerdem Maßnahmen der Jugendhilfe, Jugendwohnen und eine Regelwohngruppe für junge Männer zwischen 14 und 18 Jahren, die aufgrund problematischer Situation nicht mehr in ihrem bisherigen Umfeld bleiben können oder wollen, darunter minderjährige, unbegleitete Flüchtlinge sowie eine Tagespflege für pflegebedürftige Angehörige.

Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden an über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit der Vision "Keiner darf verloren gehen!"